Praxis für nicht-industrielle Robotik

AATB

AATB sieht Robotik als eine Art Rohmaterial – flexibel, unberechenbar, fast schon zart. Das Duo Andrea Anner und Thibault Brevet befreit Industrieroboter aus der Fabrikhalle und macht aus Roboterarmen Performende, Verbündete und manchmal auch etwas unbeholfene Partner. Ihre Arbeit verbindet Technik mit Choreografie. Software wird zur Geste, präzise Maschinenbewegungen werden spielerisch, und die Beziehung zwischen Mensch und Maschine wird zu etwas Inszeniertem und seltsam Intimem. Indem sie Roboter in alltäglichen Situationen inszenieren, zeigen AATB, wie sehr die Automatisierung bereits heute unsere Bewegungen und Wünsche beeinflusst. Ihre Arbeit stellt eine einfache, aber radikale Frage: Was passiert, wenn Maschinen aufhören, Dinge herzustellen – und anfangen, Erfahrungen zu schaffen? Ihre Arbeit haben sie im ZKM Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, im New Museum New York, auf der Architekturbiennale in Venedig, auf der Designbiennale in Istanbul und im Rahmen einer Residency am CERN ausgestellt.