Artwork

📍 Kulturhaus Helferei

Training Grounds

AATB

Ein humanoider Roboter liegt auf dem Boden und scheint zu schlafen. Sein Körper macht fast kaum wahrnehmbare Bewegungen – ein Arm rührt sich leicht, der Kopf neigt sich, ein Bein zuckt – als wäre er in einen Traum versunken. «Training Grounds» hinterfragt unser Verständnis von maschinellem Bewusstsein, indem es KI nicht als kalt oder mechanisch, sondern fähig zu Verletzlichkeit darstellt. In einem Moment des simulierten Schlafes verwischt die Installation die Grenze zwischen Träumen und Lernen, zwischen körperlicher Ruhe und computergestütztem Umtraining. Sie bietet eine vorübergehende Befreiung von der starren Kontrolle, die wir normalerweise mit Maschinen assoziieren. Gleichzeitig spiegelt «Training Grounds» unsere wachsende Abhängigkeit von KI-Systemen wider, die sich ständig anpassen und neu trainieren müssen, um die Komplexität der Welt zu interpretieren. Indem sie uns vor einen ruhenden Roboter stellt, lädt «Training Grounds» dazu ein, künstliche „Intelligenz“ als mehr als nur Logik und Funktion zu betrachten. Die Installation bietet eine poetische Meditation darüber, ob Maschinen wie wir Menschen Momente der Stille und unbewusster Verarbeitung brauchen, um überwältigende Datenmengen in Verständnis umzuwandeln.