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📍 Kulturhaus Helferei

Surrogate

Lauren Lee McCarthy

«Surrogate» begann mit einem Vorschlag: ein fremdes Baby neun Monate lang auszutragen, während ich über eine App überwacht und kontrolliert wurde. Die Eltern konnten bestimmen, was ich aß, wann ich schlief, wie ich mich bewegte – volle Kontrolle über den Körper, der ihr Kind trug. Zwei Jahre lang verfolgte ich diese Idee so weit, wie es nur ging. Ich arbeitete mit Ärzt:innen, Psycholog:innen, Fruchtbarkeitsspezialist:innen und Genetiker:innen zusammen. Die Arbeit umfasste das Design der Surrogate-App, die Suche in Datenbanken nach Samenspender:innen, psychologische Tests, das Einfrieren von Embryonen und einen kontinuierlichen Austausch zwischen mir als Künstlerin und den vorgesehenen Eltern. Präsentiert durch Performance, Video, Installation und Webdokumentation, stellt das Projekt meinen Körper als physischen, emotionalen und konzeptionellen Stellvertreter zur Verfügung, um Reproduktion und die Rolle der Technologie darin zu verstehen. Während aufkommende Reproduktionstechnologien unser Verständnis von Familie und Verwandtschaft verändern, wirft ‚Surrogate‘ die Frage auf: Wie viel Kontrolle sollte jemand über den Körper einer Schwangeren oder über ein Leben vor seiner Geburt haben?“