Martyna Marciniaks Arbeit verbindet Medientheorie und juristische Vorstellungswelten, um nachzuzeichnen, wie sich Macht durch Bilder und visuelle Systeme etabliert. Ihre Arbeiten greifen häufig historische Ereignisse auf und bedienen sich einer Form der „Pataforensik“ – sie hinterfragen wissenschaftliche und forensische Ästhetik und decken Unsicherheiten, Widersprüche und Lücken auf. Zwischen Skulptur, Video und Animation schreibt sie visuelle Gegengeschichte(n) und fädelt andere Sichtweisen ein. Ihre Arbeiten wurden unter im Onassis Stegi Athen, im Copenhagen Contemporary, bei Ars Electronica, in der Galerie Stadt Sindelfingen, auf der Warschauer Biennale und im LABoral Centro de Arte ausgestellt. Sie ist Stipendiatin des CERN Collide Residenzprogramms 2025. Ihr Projekt «Anatomy of Non-Fact” wurde 2024 beim Prix Ars Electronica mit dem Award of Distinction ausgezeichnet.

