Esther Hunziker schöpft aus dem Dazwischen, wo Fragmente aufeinanderprallen und sich auflösen, Identitäten sich verschieben und flüstern, neu geschrieben aus den versteckten Räumen vergessener Daten. Ihre Arbeit entsteht aus Spannung: Konstruktion und Dekonstruktion, Lärm und Klarheit, Ordnung und ihr Zusammenbruch. Seit 1993 arbeitet Esther in verschiedenen Bereichen der Medienkunst, von frühen experimentellen Videos bis hin zu dekonstruierten Online-Erzählungen, audiovisuellen Animationen, interaktiven Installationen und KI-generierten Bildern. Esther erschafft ihre eigenen Geschichten und digitalen Kreaturen, die die Randbereiche unserer Medienwelt heimsuchen. Dabei geht es nicht um Fantasie, sondern um die unausweichliche Präsenz der Maschine: ihre Logik, ihre Fehler und ihr Flüstern des Unbekannten. Es ist ein Raum, in dem Daten träumen und Erinnerungen sich verformen, ein Raum, der sowohl mit Aufregung als auch mit Unbehagen aufgeladen ist.
«Das Gespenstische ist eine inhärente Eigenschaft der Medien; es ist die schauderhafte Präsenz, die Technologie sowohl offenbart als auch verbirgt.» (Jeffrey Scone, «Haunted Media: Electronic Presence from Telegraphy to Television»)

